Milben und Innenraum
Hausstaubmilben
Dermatophagoides pteronyssinus, D. farinae
Wichtigstes Innenraumallergen, ganzjährig, mit der höchsten Belastung im Spätsommer und Herbst.
Auf einen Blick
- Saison
- ganzjährig
- Gruppe
- Milben und Innenraum
- Allergene Wirkung
- hoch
- Relevanz
- hoch
- Im Allergietest
- Standardreihe
- Testcode im Bluttest
- d1, d2, d202, d203
- Belastung
- vor allem in Innenräumen
- Tageswerte in Pollenradar
- ja
Saison
Ganzjährig da, es gibt keine feste Saison. Im Pollenflugkalender steht es deshalb ohne Balken unter „Ganzjährig“.
Hintergrund
Hausstaubmilben leben ganzjährig in Betten, Teppichen und Polstermöbeln und ernähren sich von Hautschuppen. Sie vermehren sich am stärksten bei 18 bis 27 Grad und 65 bis 85 Prozent relativer Luftfeuchte, unter 50 Prozent wird die Vermehrung gehemmt.
Die Hauptallergene Der p 1 und Der p 2 stammen aus dem Milbenkot. Über das Eiweiß Tropomyosin (Der p 10) sind Kreuzreaktionen mit Vorratsmilben, Küchenschabe und Krustentieren möglich.
In der Heizperiode wird Milbenkot eher aufgewirbelt.
Vorkommen
In Matratzen, Polstermöbeln, Teppichen und Bettwäsche fast jeder Wohnung, ernährt sich von Hautschuppen; ganzjährig, unabhängig vom Wohnort, begünstigt durch hohe Luftfeuchtigkeit.
- Innenraum
Kreuzreaktionen
Eine Kreuzreaktion (auch Kreuzallergie genannt) heißt: Manche Eiweiße sind sich so ähnlich, dass der Körper sie für dasselbe hält. Wer auf das eine reagiert, reagiert deshalb manchmal auch auf das andere.
Andere Allergene
Kreuzreaktionen sind bekannt mit diesen Allergenen:
- VorratsmilbenGanzjährige Innenraummilben, auch in Stadtwohnungen ohne Vorratshaltung nachweisbar.
- KüchenschabeGanzjähriges Innenraumallergen, das mit Milben und Krustentieren kreuzreagieren kann.
Kreuzreaktionsgruppe: Milben (Der p 1, Der p 2, Der p 10). Die Angaben in Klammern sind Namen von Eiweißen, wie sie auf einem Laborbefund stehen.
Lebensmittel
Bekannt als: Milben-Krustentier-Kreuzreaktion.
| Lebensmittel | Häufigkeit | Hinweis |
|---|---|---|
| Krustentiere (Garnele, Krabbe, Hummer) | gelegentlich | Oft auch gekochtvor allem bei Reaktion auf das Nebenallergen Der p 10 (5 bis 18 Prozent der Milbenallergiker)Eiweiß: Tropomyosin (Der p 10) |
| Weichtiere (Muschel, Tintenfisch, Schnecke) | gelegentlich | Oft auch gekochtEiweiß: Tropomyosin |
Das sind Häufigkeiten aus Studien, keine Aussage über dich. Lass Beschwerden ärztlich abklären.
Tipps im Alltag
- Bettwäsche regelmäßig bei mindestens 60 Grad waschen.
- Schlafzimmer täglich lüften und Luftfeuchte möglichst unter 50 Prozent halten.
- Milbendichte Bezüge für Matratze und Kissen verwenden.
Das zeigt Pollenradar dazu
- Tageswerte: geschätzt aus Wetter und Jahresverlauf. Dafür gibt es kein Messnetz, deshalb steht dabei „unsicher“ oder „Schätzung“.
- Keine Quellen auf der Karte: Hausstaubmilben leben in Innenräumen. Entscheidend sind Luftfeuchte und Heizperiode, nicht die Umgebung.
- Warnschwelle: Du legst fest, ab welcher Stufe (1 bis 3) du einen Hinweis bekommst, wenn der Wert heute oder morgen die Schwelle erreicht und weiter steigt.
- Keine Saisonhinweise: Das Allergen ist ganzjährig da und hat keine feste Saison.
- Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln: nach Häufigkeit sortiert, mit Hinweis zur Hitze.
Pollenradar kommt bald für das iPhone in den App Store.
Mehr im Lexikon
Zu Milben und Innenraum gehören auch:
Alle Allergene im Lexikon · Pollenflugkalender
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Stand: · Quellen und Fachliteratur